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Wohl ist es die Suche nach dem dunklen Gesicht der Romanik – der „schwarzen Romantik“ - die mich immer wieder lockt und hinabsteigen lässt in düstere Gewölbekeller, hinführt zu einsamen Burgruinen und zum Tanze verführt zu entrückten, manchmal gar morbiden Klängen. Aber auch die Vielfältigkeit, gerade in musikalischer Hinsicht, die in der zahlenmässig gegenüber andern Szenen kleinen Gothic-Gemeinde zu finden ist, bindet. Nicht zuletzt sind da liebgewonnene Menschen, das Teilen von gemeinsamen Interessen, bereichernde Gespräche, gemeinsames Philosophieren und Lachen – all dies vermittelt mir ein bisschen das Gefühl von Heimat.

Als ausgesprochener Musikliebhaber und seit Jahren als DJ und Partyorganisator (aktuell u.a. Dangereux, Grauzone und Black Planet) tätig, fällt es mir schwer, mich auf wenige musikalische Favoriten zu beschränken. Zuviel durfte ich kennen lernen, zuviel erfreute meine Ohren. Müsste ich mich nun festlegen, wären sicherlich die alten Kämpen BAUHAUS, JOY DIVISON, VIRGIN PRUNES, CURE und SIOUXIE zu erwähnen. Allesamt Relikte der ersten Stunde. Hoch im Kurs stehen bei mir mittelalterlich angehauchte Bands (z.B. ESTAMPIE, TRISKILIAN, FAUN) sowie Vertreter der folkigen Schiene (z.B. CURRENT 93, GARMARNA, GJALLARHORN). Eine Kombination, die ich besonders gerne mag, ist die Verbindung zwischen (Neo)Mittelalter, Folk und keltischen Elementen (z.B. HAGALAZ’RUNEDANCE, THE MOORS). Eine Kategorie für sich und ein wenig meine Helden sind definitiv DEAD CAN DANCE.

Einen Gegenpol zu all den Bands mit Klampfe, Fiedel und Maultrommel bildet die elektronische Fraktion. Die Bandbreite ist gross, um nicht gar zu sagen, riesig. Ganz wohl fühle ich mich mit COIL und LUSTMORD, warm werde ich auch bei EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, DIVE und FRONT 242 sowie zu allem, was irgendwie unter „Minimal Elektronik“ eingeordnet werden kann.