|
Minimal-Elektronik, vereinzelt auch Flexipop genannt, ist eine Bezeichnung, die vorrangig Kompositionen der 1980er-Jahre zusammenfasst, deren Eigenarten auf sparsamen, aber bisweilen gar munteren Elektronik-Arrangements beruhen. Hierbei handelt es sich zumeist um Musikgruppen und Künstler aus den Bereichen Post-Punk, New Wave/Cold Wave, Electro Pop, Industrial, Avantgarde und der Neuen Deutschen Welle.
Tanzbarkeit, kantig-schräge Gesangslinien sowie verspielte, aber auch experimentelle Klänge stehen häufig im Vordergrund; deutliche Spuren hinterließ das Genre insbesondere bei Stilen wie Electronic Body Music (EBM) oder Electroclash.
(Quelle: Wikipedia)
In der Schweiz dürfen folgende Bands und Einzelkünstler zum Genre der Minimal-Elektronik gezählt werden: GRAUZONE, SCHALTKREIS WASSERMANN, KLINISCH SAUBER, FRISCHE FARBEN, EL DEUX, GUYERS CONNECTION, NACHTRAUM, VERDORBENE JUGEND und STARTER (die Liste ist selbstredend nicht abschliessend).
Verbreitet war dieser Bereich der Musik schwerpunktmässig in Deutschland, Belgien, der Niederlande, Frankreich, Spanien, Italien und der USA. Mal etwas poppiger, mal ein bisschen abstrakter, gar dadaistisch, oftmals leicht unterkühlt, melancholisch-düster, dann wieder leichtfüssig - Minimal-Elektronik darf als eigene, eigenwillige Variante der früheren elektronischen Musik bezeichnet werden. Grosse Bekanntheit errang sie nie, und doch erfreuen uns ab und an ein paar verstreute Songs aus ihrem Köcher an Düsterparties - ein Ort, wo diese Musik zweifellos auch hingehört.
Wohl die Website für Minimal-Elektronik-Fans im deutschen Sprachraum:
minimal-elektronik.de
Es gibt so einige heilige Grale in der Minimal-Elektronik-Ecke - Platten und Singles (7"), für die man ganz viel Geld bezahlen kann, will man denn eine Originalscheibe in seiner Sammlung stehen haben. Netterweise sind einige dieser Tonträger (und vieles mehr) auf diversen spezialisierten Kleinstlabels wiederveröffentlicht worden (auf Vinyl oder auf CD). Diese Labels sind weiterhin munter aktiv. Einige Links dazu sind unter Links (Minimal) zu finden.
Kultscheiben der Minimal-Elektronik (eine kleine Auswahl):
- TRANPARENT ILLUSION - Still Human (1981)
- LEAGUE OF NATIONS - Music for the New Depression (1984)
- CERAMIC HELLO - The Absence of a Canary (1980)
- SNOWY RED - Snowy Red (1981) und The Right to Die (1982)
- JOHN BENDER - I don't remember now (1980), Plaster Falling (1981) und Pop Surgery (1983)
- DARK DAY - Exterminating Angel (1980) und Windows (1982)
- JANE & JEFF HUDSON - Flesh (1983)
- EXPERIMANTAL PRODUCTS - Prototype (1982)
- MARK LANE - Who's really listening? (1984)
- POLYPHONIC SIZE - Algorhythmic (7", 1979) und Pragmatic Songs (7", 1980)
- EL AVIADOR DRO - Alas sobre il mundo (1982) und Sintesis: La Produccion Al Poder (1983)
- VYLLIES - The Vyllies (12", 1984)
- XEX - Group XEX (1980)
- VISIBLE - Essor Assuré (7", 1981), Indicible Fréquence (7", 1982) und A Fine Aim In Life (12", 1983)
- CHRISTOF GLOWALLA - Erde 80 (7", 1980)
- VICE VERSA - Music 4 (7", 1979)
- THE HIGHER PRIMATES - The Higher Primates (7", 1980)
- PSYCHIC YOUTH - Step In Time (7", 1982)
- THE FAST SET - Junction One (7", 1980)
- DAS KABINETTE - The Cabinet (7", 1983)
- HYSTERICA PASSIO - Grey Over Life (12", 1982)
- ABSOLUTE BODY CONTROL – Is There An Exit? (7", 1981)
- WELTKLANG - Veb Heimat (7", 1980)
|